Förderung
Förderung bei LRS, Rechenschwäche, Gymivorbereitung, ADHS, Aufmerksamkeitstraing
Förderung bei LRS, Rechenschwäche, Gymivorbereitung, ADHS, Aufmerksamkeitstraing
Lernbegleitung, Mentorat
Information zur Hochbegabung
Beratung und Unterstüzung für Eltern und Lehrpersonen rund um die Themen Hochbegabung, Förderung, Lernschwierigkeiten, Laufbahn
In unserer Kultur und Gesellschaft ist die Verwendung von Schrift allgegenwärtig. Um aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, sind das Lesen und Schreiben unerläss-lich. Dies beginnt nicht erst beim Lesen von Büchern, Zeitungen oder dem Schreiben von Aufsätzen. Auch basale Dinge im Alltag unserer Kinder, wie das Verstehen von Anleitungen oder das Mitteilen persönlicher Meinungen und Gefühlen benötigen diese Kompetenzen.
Das Schreiben ist gegenüber dem Sprechen ein erheblich verlangsamter Prozess. Bei Kindern ist dieser Unterschied besonders gross. Ihre Gedanken sind nicht nur beim Inhaltlichen der Geschichte, sondern auch beim Formalen. Erschwerend kommt für einige Kinder hinzu, dass sie nebst dem Gedanken, der versprachlicht werden muss und dann die Sprache verschriftlicht werden muss, einen Zwischenschritt einbauen müssen – nämlich den Transfer von Mundart in die Standardsprache.
Schreiben - im Sinne von Textproduktion - ist ebenso eine recht komplexe Handlung. Im Schreibprozess fallen Schrift- und Textproduktion zusammen. Eine mangelnde Schreibflüssigkeit belastet das Arbeitsgedächtnis, was sich wiederum hemmend auf die Textproduktion auswirkt. Somit kommt dem Arbeitsgedächtnis eine zentrale Rolle zu, da seine Kapazität begrenzt ist. Je besser die Schreibflüssigkeit automatisiert ist, umso mehr Ressourcen stehen für hierarchiehöhere Prozesse zur Verfügung. Das Arbeitsgedächtnis stellt hierbei das eigentliche Nadelöhr im Schreibprozess dar.
Ein gezieltes Lese-/Rechtschreibtraining beinhaltet je nach ermitteltem Förderbedarf:
Es gibt bis heute keine allgemein anerkannt Definition für Rechenschwäche. Die Begriffe Rechenschwäche und Dyskalkulie werden oft synonym verwendet. Trotz kritischer Stimmen wird bis heute mehrheitlich das Diskrepanzkriterium zur Diagnose einer Rechenschwäche verwendet. Das bedeutet, dass die mathematischen Leistungen bei mindestens durchsschnittlicher Intelligenz erheblich tiefer ausfallen. Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division.
Eine gezielte Förderung kann je nach ermitteltem Förderbedarf folgendes beinhalten:
Die Gymivorbereitung richtet sich an SchülerInnen der 6. Klasse, welche im Bereich Mathematik gute bis sehr gute Zeugnisnoten haben und sich auf die Aufnahmeprüfung an ein Zürcher Langzeitgymnasium vorbereiten möchten.
Ziel der Vorbereitung ist, dass die SchülerInnen mit den verschiedenen Aufgabentypen vertraut werden. Diese werden u.a. anhand Aufnahemprüfungen aus vergangegen Jahren intensiv geübt. Dabei werden nebst dem Erlangen einer gewissen Routine auch gute Lösungsstrategien angeeignet.
Idealerweise startet die Vorbereitung spätestens nach den Herbstferien. Für eine optimale Vorbereitung ist, nebst dem wöchentlichen Unterricht, mit einer weiteren Stunde Hausaufgaben zu rechnen.
Es gibt keine wissenschaftlich einheitliche Definition. Einige Hauptmerkmale sind Probleme mit Aufmerksamkeit, Impulsivität und Selbstregulation. Zudem kann eine starke körperliche Unruhe (Hyperaktivität) hinzukommen.
Weiter wird oft eine Einschränkung der Exekutiven Funktionen beschrieben. Diese werden als Defizite in der Handlungssteuerung und Handlingsplanung, Defizite bei der Reaktionsunterdrückung und wenig ausgeprägter Selbstkontrolle beschrieben.
Im Unterricht werden oft weitere Symptome wie Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität beobachtet.
Kinder, die solche Symptome aufzeigen, leiden häufig an weiteren, daraus entstandenen Problemen. Beispielsweise hemmen ihre manglenden Fähigkeiten in den oben beschriebenen Bereichen im Schulalltag u.U. im erfolgreichen Umgang mit sozialer Interaktion und Aufbau von Beziehungen. Dies zu ihren Lehrern, Eltern oder auch Peers (Gleichaltrige). Die Kernsymptome der ADHS sind:
- Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwächen
- Impulsive Verhaltensweisen
- Ausgeprägte Unruhe
Unaufmerksamkeit:
Macht häufig Flüchtigkeitsfehler, führt oftmals Anweisungen nicht vollständig durch (z.B. Hausaufgaben),
vermeidet gerne länger andauernde Aufgaben, lässt sich leicht durch äussere Reize ablenken,
ist bei Alltagstätigkeiten vielfach vergesslich, etc.)
Impulsivität:
Platzt oft mit Antworten heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt ist,
kann nur schwer abwarten, bis er/sie an der Reihe ist, unterbricht und stört andere häufig, etc.
Hyperaktivität:
Zappelt stetig mit Händen/Füssen oder rutscht auf dem Stuhl herum, steht auf und geht herum, wenn Stillsitzen erwartet wird,
hat häufig Schwierigkeiten, ruhig zu spielen oder sich ruhig zu beschäftigen,
ist „auf Achse“, wirkt „wie getrieben“, etc.)
Gezielte Förderung kann helfen:
Die Konzentration länger aufrecht zu erhalten, Strategien zur bessren Fokussierung aufzubauen, Lern- und Arbeitstechniken zu lernen.
Des Weiteren können auch die Ernährung, Einsatz von Homöopatie oder der Einsatz von Medikamenen (Methylphenidat) unterstützend wirken. Das Ziel der Unterstützung ist, dem Kind zu ermöglichen, sozial geschickter zu interagieren, seiner Begabung entsprechend zu lernen und Erfolge zu erleben, was sich letztlich fördernd auf ein stabiles Selbstwertgefühl auswirkt.
Eine Verhaltenstherapie kann ich Ihnen nicht anbieten. Bitte wenden Sie sich dazu an entsprechende Fachpersonen.
Das Marburger Konzentrationstraining gilt in der Förderung und Unterstützung von ADS- und ADHS-Kindern als die am häufigsten eingesetzte Kurzintervention. Es hat sich aber auch bei vielen anderen Fragestellungen bewährt. Sozial ängstliche Kinder, Kinder mit leichten Verhaltensauffälligkeiten, mit Lernproblemen und Verhaltensweisen, die im Vorfeld von ADS/ADHS liegen, profitieren von dem Training ebenfalls in hohem Masse.
PSI
Die PSI Theorie (Persönlichkeits-Sturktur-Interaktion) wurde von Dr. Julius Kuhl entwickelt. Mit der PSI-Theorie ist es möglich zu erklären, was genau ein bestimmtes Verhalten motiviert, auf welche Weise ein Erleben Stress bewirkt und, im Umkehrschluss, wie dieser Stress sich am besten beseitigen lässt. Sie geht davon aus, dass die Art und Weise, wie wir unsere Pläne, Absichten und Vorsätze in Handlung umsetzen, von vier Funktionssystemen und ihrem Wechselspiel beeinflusst werden.
In welchem System sich eine Person am liebsten befindet und welches System sie für die Umsetzung ihrer Bedürfnisse und Ziele bevorzugt anwendet, ist individuell. So unterscheidet sich das Lern- und Arbeitsverhalten jeder Person. "Steckt" eine Person in einem System fest, das sie jedoch nicht bevorzugt, kann dies ein Grund für allfällige Schwierigkeiten wie beispielsweise mangelnde Motivation, Prüfungsangst oder Versagensängste bei Leistungsdruck sein. Um dieses "Feststecken" zu lösen und die Ressourcen wieder nutzen zu können, müssen die entsprechenden Emotionen aktiviert werden. Die Aktivierung, resp. Regulierung dieser Emotionen wird als Selbststeuerungskompetenz bezeichnet.
Hirnpalast
Der auf der PSI Theorie basierende Hirnpalast eignet sich besonders in Zusammenarbeit mit Kindern, um mit ihnen über ihr Lernen oder eben den ins Stocken geratene Lern- und Entwicklungsprozess zu sprechen. Die Visualisierung der Funktionsysteme bietet eine wunderbare Möglichkeit einer der gemeinsamen Sprache.
Weiterführende Information: www.psi-schweiz.ch
In meiner rund zwanzigjährigen Praxis als Fachlehrperson, insbesondere in der Begabtenförderung, bin ich immer wieder Kindern mit besonderer Begabung begegnet. Ihre Geschichten waren sehr unterschiedlich. Die einen waren ausgeglichen, fühlten sich offensichtlich wohl in ihrer Klasse und genossen die viele Freizeit, da sie kaum Zeit für die Schule aufwenden mussten. Andere Kinder litten sichtlich unter der fehlenden Passung zwischen ihren kognitiven Bedürfnissen und dem schulischen Angebot. Dies zeigte sich durch störendes Verhalten im Unterricht, Provokationen von MitschülerInnen bis hin zu depressiven Verstimmungen und aggressivem Verhalten gegenüber den Eltern.
Ziehen Sie einen schulischen Laufbahnentscheid in Betracht und Sie möchten gerne weitere Informationen (z.B. zum Überspringen einer Klasse), unterstütze ich Sie gerne bei der Entschiedungsfindung.